Entspannung und Entspannungstechniken sind in aller Munde und von anscheinend großer Bedeutung- warum eigentlich?
Was passiert da mit uns, wenn wir mal die Füße hochlegen und innehalten? Wieso fällt es uns oftmals so schwer ins süße Nichtstun über zu gehen? Welche ausschlaggebende Rolle spielen Düfte bei dem Thema Entspannung?
Die größten Ereignisse, das sind nicht unsere lautesten, sondern unsere stillsten Stunden.
Friedrich Wilhelm Nietzsche
Gerade in unserem hektischen Alltag, in dem es so oft um Leistung und Schnelligkeit geht, ist es wichtig sich auch immer wieder Auszeiten zu nehmen und sich auf sich Selbst zu fokussieren. Für einen Moment innehalten und auf die Atmung besinnen.
Durch die bewusste Wahrnehmung der eigenen Atmung wird die Entspannungsreaktion im vegetativen Nervensystem ausgelöst, die zu einer Aktivierung des Parasympathikus und einer Schwächung des Sympathikus führt. Und genau diese neuronale Reaktion hat wiederum Auswirkungen auf unseren gesamten Organismus.
Im Körper bewirkt die Entspannungsreaktion beispielsweise,
- ein Sinken der Herzfrequenz und des Blutdrucks,
- ein Verringern des Muskeltonus,
- ein Anregen der Darmtätigkeit,
- eine Steigerung der Abwehrkräfte,
- ein Reduzieren der Sauerstoffsverbrauchs durch verlangsamte, beruhigte Atmung.
Umso häufiger wir uns im Entspannungszustand befinden, umso mehr wird/werden
- unsere Kreativität gefördert,
- die eigenen Gefühle und Bedürfnisse klarer wahrgenommen,
- die Konzentrationsfähigkeit und Gedächtnisleistung gesteigert,
- unsere körperliche Wahrnehmung verbessert,
- wir bestimmte Situationen in neuen Bilckwinkel sehen,
- wir mehr Achtsamkeit in unserem Alltag erleben.
- Gelassenheit, Zufriedenheit und Wohlbefinden erlebt.
Entspannung ist ganzheitlich. Das bedeutet, dass sie wir sie immer auf seelischer, psychischer und körperlicher Ebene spüren. So geht die körperliche Entspannung mit dem Gefühl der Gelassenheit, des Wohlbefindens und der Zufriedenheit einher.
Wenn der Mensch zur Ruhe gekommen ist, dann wirkt er.
Francesco Petrarca
Zur Entspannung zu kommen ist eine ganz natürliche Fähigkeit, die jeder Mensch beherrscht. Dass es uns trotzdem oft schwer fällt uns zu entspannen, mag zu einem an unserem schnelllebigem Zeitgeist und unserer leistungsorientierten Gesellschaft liegen, aber wahrscheinlich auch daran, dass wir diese Entspannungsfähigkeit nicht bewusst üben. „Use it or lose it“ gilt wohl auch hier.
Es ist wichtig Entpannung und Ruhe im guten Gleichgewicht zu Aktivität und Produktivität zu halten, um unseren Körper, unseren Geist und unsere Seele fit zu halten.
Entspannungsverfahren, Entspannungstechniken oder Entspannungsmethoden können uns dabei helfen, diese Fähigkeit zu üben und zu einer Verringerung von Anspannungs- und Stresszuständen beitragen.
Die Liste der verschiedenen Entspannungsmethoden ist lang und vermutlich auch sehr individuell. Jeder Mensch ist anders und so finden wir auch nicht alle auf dem selben Weg zur Entspannung. Jedoch ist ein wesentlicher Bestandteil bei allen Techniken die bewusste Atmung.
Einige Beispiele für Entspannungsmethoden

- Autogenes Training und Progressive Muskelentspannung
- Meditative Verfahren, wie Atem-Meditationen, Fantasiereisen, Bewegungsmeditationen, Yoga uvm.
- Bio-Feedback
- Sanfte Bewegungstechniken wie Qi Gong, Thai Chi uvm.
- Wellnessanwendungen wie Massagen, Sauna, Dampfbad uvm.
- In der Natur sein und sie mit allen Sinnen wahrnehmen („Waldbaden“)
Ätherische Öle, die duftenden Helfer am Weg zur Entspannung
Der Geruchsinn ist der am stärksten mit unserem Unterbewusstsein verbunde Sinn. Noch bevor wir sagen können, welcher Geruch uns da gerade in die Nase steigt, wurde schon ein Gefühl dazu ausgelöst.
100 % naturreine, ätherische Öle wirken von ihrer Natur her schon ganzheitlich und viele von ihnen enthalten Wirkstoffe aus der Gruppe der Monoterpenester (zB Linalyacetat im Lavendel) oder der Sesquiterpenen (zB Vetiven im Vetiver), welche eine beruhigende, teils sogar parasympthikotone Wirkung haben. Das bedeutet sie stimulieren den Parasympathikus und tragen so aktiv dazu bei, dass die Entspannungsreaktion im vegetativen Nervensystem ausgelöst wird.
Somit kann das Riechen an bestimmten ätherischen Ölen als eigenständige Entspannungsmethode gesehen werden, aber ebenso kombnierend zu Yoga, Meditationen, Duftreisen und anderen Entspannungstechniken angewandt werden.
Beispiele für einige entspannungsfördernde ätherische Öle
- Lavendel – Lavandula angustifolia L.
(Vorsicht! Bitte nicht Verwechseln mit Lavandula spica (L. latifolia), welcher eher aktivierend auf unseren Organismus wirkt! - Manadrine – Citrus reticulata
- Benzoe – Styrax tokinensis
- Weihrauch – Boswellia sacra
(Vorsicht! Bei einer Überdosierung kann bei empfindlichen Mensche Benommenheit auftreten) - Rose – Rosa damascena
- Vetiver – Vetiveria zizanoides
Ein Tipp zum Schluss
Für zu Hause
Einige Tropfen der oben genannten Öle (einzeln oder kombiniert) in den Aromastreamer oder die Duftlampe und einfach atmen und die Ruhe genießen.
Für unterwegs
Einen Tropfen der genannten Öle auf ein frisches Taschentuch und dieses dann wieder zurück in die Packung. Dadurch hält sich der Duft länger und du kannst immer mal wieder dran schnuppern, durchatmen und entspannen.
In diesem Sinne wünsche ich euch beruhigende Zeiten,
mit duftenden Grüßen,
Simone ❤
Möchtest du dir mal eine Auszeit gönnen und Entspannung mit allen Sinnen erfahren? Dann besuch doch einfach mal am Donnerstag eine meiner Atemmediationen. Genaueres dazu erfährst du hier.

